Das Central Antiquariat W33: Wohin alte Bücher gehen

Ein bekanntes Problem – manchmal wird das Bücherregal einfach zu voll! Ein nachhaltiger und sinnvoller Ausweg aus dieser misslichen Lage Im Westen der Stadt Leipzig, im alten Arbeiterviertel Lindenau, gibt es einen Abschnitt der Georg- Schwarz-Straße zwischen Merseburger- und Uhlandstraße, der früher – und früher heißt gegen Ende des Ersten Weltkriegs, zur Zeit der Weimarer… Weiterlesen Das Central Antiquariat W33: Wohin alte Bücher gehen

Bachs Bruder erobert Leipzig

Eine musikalische Europareise durch die Zeit des Barocks im Leipziger Bach-Archiv Schon vor über 300 Jahren hat Johann Sebastian Bach sich einen Namen als Virtuose und Komponist gemacht und zählt bis heute zu den bedeutendsten Musikern. Sein Leben wird erforscht, seine Werke weltweit verbreitet und verehrt. Über seinen Bruder Johann Jacob Bach dagegen ist nahezu… Weiterlesen Bachs Bruder erobert Leipzig

Wie politisch soll Literatur sein? – Ein Wortwechsel

Die Schriftsteller*innen Jana Simon und Simon Strauß im Gespräch über Literatur und Politik im Societaetstheater Dresden. Eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung ist das Foyer bereits voller Leute. Vielleicht kommen die meisten Leute immer so früh – ich weiß es nicht, ich komme sonst immer zu spät oder gerade auf Punkt – vielleicht liegt… Weiterlesen Wie politisch soll Literatur sein? – Ein Wortwechsel

»Schwarz« – Über Identitäten und Arbeitsbegriffe

»Face to Face« heißt die Reihe des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden, in welcher sich zwei Autorinnen begegnen und über ihre Werke diskutieren. Am 9. Januar war der Saal voll. Thema des Abends: Über Frau-Sein und Schwarz-Sein in Deutschland. 
 »Schwarz« versteht Sharon Dodua Otoo als politischen Begriff und schreib es daher mit großem S. »Ich… Weiterlesen »Schwarz« – Über Identitäten und Arbeitsbegriffe

Über das Schwulsein in der DDR

Christoph Hein liest zum Auftakt seiner Lesereihe bei Lehmanns aus seinem Buch »Verwirrnis«. Die Buchhandlung ist schon gut gefüllt als ich sie betrete, über die Hälfte aller Plätze ist belegt. So voll habe ich noch nie eine Lesung bei Lehmanns erlebt. Im Raum herrscht freudig erregte Stimmung, die Atmosphäre ist genau in der Mitte zwischen… Weiterlesen Über das Schwulsein in der DDR

»Philosophieren macht nicht glücklich«

Das Literaturhaus Leipzig lädt ein zu einem philosophischen Abend. Zu Gast ist der langjährige Chefredakteur des »Philosophie Magazins« Wolfram Eilenberger mit seinem neuen Sachbuchbestseller »Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919–1929«. Als ich das Literaturcafé wenige Minuten vor Veranstaltungsbeginn betrete, sind viele Plätze schon besetzt. Ich geselle mich zu ein paar älteren Damen,… Weiterlesen »Philosophieren macht nicht glücklich«

Woher kommst du? Ich komme nicht, ich bin geblieben.

Als der junge Schriftsteller Velibor Čolić in den neunziger Jahren als Deserteur der bosnischen Armee nach Rennes kam, hatte er genau drei Wörter Französisch im Gepäck: Jean, Paul und Sartre. Im Leipziger Literaturcafé spricht er fast 30 Jahre später über seinen Neuanfang im Exil und wie er es am Ende doch geschafft hat, ein französischer… Weiterlesen Woher kommst du? Ich komme nicht, ich bin geblieben.

Vom Schicksal der Krochs

Zur Buchpremiere von »Kroch – Der Name bleibt« finden sich im Ägyptischen Museum der Universität Leipzig interessierte Besucher und Nachfahren der jüdischen Familie ein. Bei 30 Grad flanieren Frauen in luftigen Blumenkleidern durch die Innenstadt, Kinder spielen an den Wasserfontänen der Grimmaischen Straße und Musiker beschallen mit südländischen Klängen die Einkaufspassage. Ein Bild der Unbeschwertheit… Weiterlesen Vom Schicksal der Krochs

Über den Versuch, ein bisschen Utopie ins Jetzt zu holen

»Das Utopische […] ist politisch, weil es in unserer Hand liegt, was wir daraus – kollektiv – machen«, so eine der schlussfolgernden Aussagen auf der letzten Seite des Buches »Vermessung der Utopie«. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Zurück zur Zukunft« geht es genau darum: Wie gelangen wir zu einer sozialen, ökologischen und demokratischen Wirtschaft und Gesellschaft?… Weiterlesen Über den Versuch, ein bisschen Utopie ins Jetzt zu holen

Die vielstimmige Wahrheit

Am Tag, an dem bekannt wird, dass der Literaturnobelpreis 2018 nicht vergeben wird, berichtet Madina Kurmangali von einem Buch, das diesen Preis 2015 erhalten hat. Swetlana Alexijewitschs Buch »Secondhand-Zeit« und ihr vielstimmiger Bericht über das »Leben auf den Trümmern des Sozialismus« beeindruckt und berührt unsere Rezensentin. Im Großen Saal des Literaturhauses herrscht Stille. Das Publikum hört… Weiterlesen Die vielstimmige Wahrheit