Leseorte: Café Puschkin

Das Wohnzimmer der Südvorstadt.

Alles begann mit einem Lied. In einem Chanson träumt Gilbert Bécaud von einer Tasse heißer Schokolade im Moskauer Café »Pouchkine« mit seiner geliebten Nathalie. »Das fanden wir schön«, erzählt Sven-Martin Knofe, der Inhaber des Leipziger Café Puschkin, »und heute träumen viele in Leipzig bei einer löffeldicken Schoki von diesem oder jenem.«

Das populäre Szenelokal auf der Karli in der Südvorstadt existiert nun bereits seit 18 Jahren und vereint Kneipe und Shisha-Bar. Schon von Weitem erkennt man das rot und gelb gestrichene Eckhaus mit dem fünfzackigen Stern, dem Symbol des Puschkin. Davor gibt es verschiedene Outdoor-Sitzmöglichkeiten, die das Publikum bei schönem Wetter lebhaft frequentiert. Kommt man näher, entdeckt man weitere Details wie die großen Stehlampen mit Blumenmuster vor dem Eingang oder den Aufsteller auf der Straße mit der Aufschrift »Hier kocht die Muddi mit Liebe«.

Für das leibliche Wohl ist im Puschkin gesorgt. © Linda Ehrlich
Für das leibliche Wohl ist im Puschkin gesorgt. © Linda Ehrlich

Sobald man eintritt, lässt man den Trubel der belebten Kneipenmeile draußen und kann es sich in dem urigen Ambiente gemütlich machen. Erleuchtet wird der Innenraum von typisch russischen Fabriklampen. Auf zwei Etagen stehen rustikale Holzmöbel sowie dunkelgrüne Sofas, also Platz für große und kleine Gruppen. Das Café bietet seinen Gästen von früh morgens bis spät nachts regionale und wechselnde internationale Spezialitäten sowie, ganz klar, eine große Getränkeauswahl. Liebhaber der arabischen Wasserpfeife kommen im angrenzenden Chillum auf ihre Kosten. Dort kann man den Tag entspannt in bequemen Kissenecken ausklingen lassen.

Im Rahmen von »Leipzig Liest« finden täglich zwei Lesungen im Café Puschkin und zwei weitere im Chillum statt. »Es ist für jeden etwas dabei – meist witzig, manchmal mit Tiefgang und immer schön«, berichtet Knofe. Am 23. März stellt beispielweise Jörg Menke-Peitzmeyer im Chillum seinen ersten Roman »Billy the Beast« (Ullstein) und seinen dicken Protagonisten Bert vor. Am Samstagabend wird es im Café dann heiter mit mehreren unabhängigen Verlagen und, so der Titel, »sechs lebhaften, lustigen und liebenswerten Lesungen«. Aber auch alle anderen Veranstaltungen sind zu empfehlen, verrät der Inhaber, da jede einzelne speziell für das hiesige Publikum ausgesucht wurde.


Die Adresse:
Café Puschkin
Karl-Liebknecht-Straße 74
http://www.cafepuschkin.de/

Praktisches:
Alle Lesungen sind kostenfrei. Da keine Reservierungen angenommen werden, ist es sinnvoll, zeitig zu erscheinen – oder bei www.leipziglauscht.de nachzulesen, wie es war.


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Linda Ehrlich

 


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