Fünf Fragen für: Sebastian Guggolz

Verleger des Berliner Guggolz Verlags, der 2017 den Förderpreis der Kurt Wolff Stiftung erhält.

 

Welches Buch haben Sie bis heute nicht zu Ende gelesen?

Ich stecke derzeit mitten in Band 2 der »Ästhetik des Widerstands« von Peter Weiss. Aber ich werde es noch zu Ende lesen, und auch den 3. Band, hoffentlich noch in diesem Jahr!

Wo und wann lesen Sie am liebsten?

Am liebsten unterwegs, im Zug oder an Flughäfen. Dort, in diesem »Dazwischen«, finde ich die beste Konzentration. Aber auch gerne im Urlaub und abends, wenn das Tagesgeschäft erledigt ist, wenn es dunkel wird und der Kopf frei ist.

Welches Buch aus Ihrer Kindheit ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Eine meiner ersten und eindrücklichsten Leseerfahrungen war »Moby-Dick« von Herman Melville. Es war wohl eine gekürzte Jugendausgabe, mit der ich zuerst in Berührung gekommen bin. Ich habe erst später bei der zweiten Lektüre die ganzen gigantischen Ausmaße des Romans erfahren. Aber schon die erste Lektüre hat ausgereicht, dieses Buch zu einer meiner liebsten und wichtigsten Leseerfahrungen werden zu lassen.

Welches Buch würden Sie an gute Freunde verschenken?

Das ist eine dankbare Vorlage: Natürlich jedes einzelne aus meinem eigenen Verlag. Ansonsten sind »Anton Reiser« von Karl Philipp Moritz oder »Geschwister Tanner« von Robert Walser immer ein gutes Geschenk, finde ich. Beides Bücher, die mir besonders nahegekommen sind bei meiner ersten Lektüre.

Wo kann man Ihnen während der Buchmesse über den Weg laufen?

Ich werde versuchen, so viel Zeit wie möglich an meinem Stand zu verbringen. Ich werde jedoch auch viel beim Gastland Litauen sein, weil ich mit Antanas Škėma einen der wichtigsten litauischen Autoren herausbringe. Und außerdem natürlich am Freitag bei der Preisverleihung der Kurt Wolff Stiftung, wo ich mit dem Förderpreis ausgezeichnet werde.

 

Foto: Sebastian Guggolz. © Martin Walz

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