Fünf Fragen für: Burkhard Jung

Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, eröffnet heute Abend die Leipziger Buchmesse 2016.

 

Wo und wann lesen Sie am liebsten?

Soviel Zeit zum Lesen lässt mir mein Amt ja nicht, ruhige Stunden gibt es nur wenige. Wie die meisten nutze ich Reisen zum Lesen, in der Bahn oder im Flugzeug ist dann Zeit, das Buch herauszunehmen. Und natürlich lese ich – wie so viele Menschen – abends im Bett. Aber ich muss gestehen: allzu viele Seiten werden es meist nicht.

Welches Buch aus Ihrer Kindheit ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Ich war großer Fan von Karl May, und die Winnetou-Bücher habe ich verschlungen. Die Geschichten wirken heute auf viele etwas altbacken, aber im Kern geht es um ganz klassische Themen: Gerechtigkeit und Freundschaft. Und den vollen Namen von Hadschi Alef Omar kann ich immer noch auswendig: Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah.

Welches Buch würden Sie an gute Freunde verschenken?

Sten Nadolnys »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der Roman von 1983 war ein Fanal für einen anderen Umgang mit unserer Zeit. Aber wahrscheinlich empfindet jede Generation ihre Zeit als besonders hektisch. Und natürlich Max Frischs »Homo Faber«, diesen Weltroman über Zufall, Schicksal, Natur und Rationalität.

Wo kann man Ihnen während der Buchmesse über den Weg laufen?

Beim Stöbern. Ich schaue mir die einzelnen Aussteller an, insbesondere die belletristischen Verlage, und schaue durch die Regale, mehr oder weniger ohne Ziel. Diese Freiheit soll man sich gönnen.

Welches Buch haben Sie bis heute nicht zu Ende gelesen?

Prousts »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.