Die Sache mit dem Zombie-Pony

Von Kugelmonstern, abfallenden Ohren und einer ungünstigen Bissverletzung.

Fanta Lemonskis Vater ist Monsterjäger, ihre Mutter ein Geist und in ihrem Keller wohnt ein Ghul namens Volcan. Klingt seltsam. Findet Fanta auch. Ihre neue Klasse leider ebenfalls und so wird die 11-jährige Fanta von der beliebten »Gemüsegruppe« der Klasse für nicht normal erklärt und ausgeschlossen. Nur die Zwillinge Senfi und Krise stehen ihr bei, denn auch sie sind ein wenig seltsam – falls eine Silberfischchenzucht als Hobby zu haben, wirklich nicht normal sein sollte. Als Fanta von ihrem Monsterjäger-Vater mit einem Zombie-Pony überrascht wird, ist sie überglücklich. Bis dem Pony in der Schule plötzlich ein Ohr abfällt und Fantas Schwarm Romeo beißt. Von da an wird alles nur noch schlimmer und bald muss Fanta die Welt retten.

Klein_Cover Fanta Lemonski_2016-03-20Die Idee zu dieser fantastischen, mal etwas anderen Geschichte bekamen der Autor Bob Konrad und der Illustrator Artur Bodenstein während eines gemeinsamen Urlaubs. Beide brachten schon das Kinderbuch »Die Insel der Albträume« heraus. In der Lesebude 2 der Messehalle 2 stellten sie nun einer Schar Kinder und nochmal so vielen Eltern ihr neues Werk »Fanta Lemonski und die Sache mit dem Zombie-Pony« vor. Während Konrad vorlas, stand Bodenstein vor einem Flipchart und zeichnete Figuren aus der Geschichte.

Die Kinder sammelten sich auf dem Boden vor der Bühne und beobachteten den Illustrator dabei, wie er ein rundes Ding mit Stacheln zeichnete. Das Ding hieß Golzo, war ein Kugelmonster und das Haustier des Ghuls Volcan. Als nächstes entstand die Zeichnung des besagten Ghuls. Dieser riet Fanta im Buch gerade: »Kann nicht schaden, wenn du ihn striegelst. Aber sei vorsichtig, dass nichts abfällt.« Die Eltern in den vollbesetzten Reihen lachten leise auf, was die Kinder ebenfalls zum Lachen animierte. Die Geschichte war sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen unterhaltend. Dem Illustrator beim Zeichnen zusehen zu können, bot eine willkommene Abwechslung zum reinen Zuhören. Die fertigen Bilder wurden an der Wand neben der Bühne aufgehängt und nach der Lesung auf der Facebook-Seite des Arena Verlags verlost.

Nach der Lesung bekamen die Kinder die Chance, das Buch zu kaufen und signieren zu lassen. Sie scharten sich um den Signiertisch und ließen sich Unterschriften und Kugelmonster oder Ponys in das Buch zeichnen.

Autor Bob Konrad und Illustrator Artur Bodenstein signieren die Bücher. © Jasmin Klein
Autor Bob Konrad und Illustrator Artur Bodenstein signieren die Bücher. © Jasmin Klein

»Fanta Lemonski und die Sache mit dem Zombie-Pony« beeindruckt durch seine Obskurität, die ironische Behandlung des typischen Mädchen-Pferdebuch-Themas und den originellen Zeichnungen. Es ist eine Antwort auf klischeehafte Ponyhof-Geschichten. Wenn zwei erwachsene Männer ein Kinderbuch für Mädchen schreiben, muss etwas Neues her: Zombies, Monster und Unheimliches passen da gut hinein. Schließlich können auch Mädchen mit Zombies umgehen und die Welt retten.


Die Veranstaltung: Fanta Lemonski und ihr Zombie-Pony, Bob Konrad und Artur Bodenstein, Messehalle 2, Lesebude 2, 19.03.2016, 15 Uhr

Das Buch: Bob Konrad und Artur Bodenstein: Fanta Lemonski – die Sache mit dem Zombie-Pony. Arena Verlag, Würzburg 2016, 224 Seiten, 12,99 Euro


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Die Rezensentin: Jasmin Klein

 


Ein Gedanke zu „Die Sache mit dem Zombie-Pony

  1. Nach dem Buch für mutige Buben nun ein Buch für noch mutigere Mädchen!
    Fanta ist ein tolles, tapferes Mädchen, das sich nicht unterkriegen lässt. Dafür hat sie aber auch die Hilfe ihrer wilden Schwester Ninja (!) und ihrer neuen Freunde in der neuen Schule.
    Ein spannendes Buch, das uns zeigt, dass wir uns vor Zombies nicht zu fürchten brauchen.
    Ebenso wenig wie vor den schön gruseligen Illustrationen. Das Ende lässt den Schluss zu, dass Fanta noch weitere Abenteuer zu bestehen hat. MOKELE-MBEMBE !

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