»Die Nebelseelen sind die Schweiz«

Bianca Iosivoni liest auf der Buchmesse aus dem ersten Band ihrer Trilogie »Soul Mates. Flüstern des Lichts«.

Bianca Iosivoni. © Mona Kasten

Mit einem freundlichen Lächeln betritt Bianca Iosivoni an diesem Nachmittag die Fantasy-Leseinsel der Leipziger Buchmesse. Nach einer kurzen Vorstellung durch die Moderatorin, Heike Herd-Reppner, liest sie eine Passage aus dem ersten Band ihrer Trilogie »Soul Mates« vor. Besonders ihre angenehme Stimme ist es, die das Publikum bannt und den Lärm rund um die Leseinsel in den Hintergrund treten lässt. Während sie stets den Blickkontakt mit dem Publikum hält, bringt sie uns die Geschichte ihrer Protagonistin Rayne näher, die das Übernatürliche in der Welt erfährt, es jedoch nicht akzeptieren will. Dennoch muss sie sich bald eingestehen, dass die Kräfte von Licht-, Dunkel-, und Nebelseelen wirklich existieren und sie selbst ein Teil davon ist.

© Ravensburger Buchverlag

Die Idee dazu kam der Autorin bereits im Herbst 2012, doch durch ihre Arbeit an anderen Projekten schob sie die Trilogie »oft in die Schublade«, wie sie selbst erklärt. Den Anstoß, die Geschichte doch noch zu beenden, gab ihr eine Frau während einer Zugfahrt: »Ich saß im Zug mit einem Kumpel und erklärte ihm gerade die Geschichte von Soul Mates auf verworrene und nicht chronologische Weise, als eine Frau zu mir kam und meinte, ich soll diese Geschichte unbedingt schreiben. Sie würde es wirklich gerne lesen wollen.« Auf die Frage, was sie inspiriere, meint Bianca Iosivoni, dass »die Ideen einfach kommen. Es kann ein Gespräch sein, ein Song oder ein Bild.« Dabei ist es der Autorin besonders wichtig, epische Geschichten zu schreiben, welche die Leser mitreißen sollen. Das ist ihr mit dem ersten Band ihrer Trilogie »Soul Mates« auf jeden Fall gelungen.

Die verbleibenden Minuten nimmt sich die Autorin noch Zeit, Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Auf die Frage eines Lesers, warum sie neben dem Gegensatzpaar Licht und Dunkelheit noch den scheinbar überflüssigen Nebel eingebaut habe, meint Bianca Iosivoni, dass sie nicht eine Geschichte über Gut oder Böse schreiben wollte: »Licht bedeutet nicht unbedingt gut und Schatten nicht böse.« Nach Meinung der Autorin habe jede Seite ihre eigenen Ziele, die nicht zwingend als gut oder böse bezeichnet werden können. Die Nebelseelen in ihrer Trilogie dienten demnach dem Zweck, genau das zum Ausdruck zu bringen und zu zeigen, dass nicht alles schwarz-weiß gemalt sei, sondern auch Grauzonen existierten. »Die Nebelseelen sind die Schweiz«, meint die Autorin noch schmunzelnd.

Beitragsbild: Bianca Iosivoni (links) und Heike Herd-Reppner (rechts). © Stella Zittel


Die Veranstaltung: Bianca Iosivoni liest aus dem ersten Teil ihrer Trilogie »Soul Mates«, Moderation: Heike Herd-Reppner, Leseinsel Fantasy, 16.3.2018, 13.30 Uhr

Das Buch: Bianca Iosivoni: Soul Mates. Flüstern des Lichts. Ravensburger 2017, 480 Seiten, 14 Euro, E-Book 9,99 Euro


 

Die Rezensentin: Stella Zittel

 

 


 

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