Buchpreis der Leipziger Buchmesse: Die Nominierten der Belletristik

Vorstellung der Nominierten zum Preis der Leipziger Buchmesse am 15. März 2018.

In zwei Wochen wird der Preis der Leipziger Buchmesse in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen – zum 13. Mal, mit einer Dotierung von jeweils 20.000 Euro. Wir wollen schon heute einen Überblick über die potenziellen Preisträger der Unterhaltungsliteratur geben:

Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse. © Leipziger Buchmesse

Isabel Fargo Cole mit »Die grüne Grenze« (Edition Nautilus)

Ein DDR-Künstlerehepaar aus Berlin zieht in den Harz. Ein Kind ist unterwegs. Es wächst in den siebziger Jahren in einem Ort auf, in dem vieles nicht gesagt werden darf. Der Ort bietet mehrere Spannungen – zwischen den Menschen und dem System. Die Jury lobt die eigenwilligen und überraschenden Figuren und hebt hervor, dass ihr Buch ganz ohne Nostalgie und auftrumpfende Gesten auskommt. Die in den USA geborene Cole recherchierte lange für ihren Roman, betrachtete die DDR von außen und setzte sie lebhaft in ihrem Debüt um. Isabel Fargo Cole spricht am Samstag, dem 17. März 2018 um 16.30 Uhr im ARD-Forum, Halle 3, B 400 über ihr Buch.

Anja Kampmann mit »Wie hoch die Wasser steigen« (Carl Hanser Verlag)

Wenzel Groszak verliert seinen Freund auf einer Ölplattform im Ozean. Als er der Familie in Ungarn die Sachen seines Kollegen überreicht, überlegt er, wie sein Leben weitergehen soll – als Ölbauer, oder doch ganz anders? Die Jury nominierte Kampmanns Buch, wegen der konzentrierten und poetischen Verdichtung der Geschichte eines Menschen, der seine Identität wiederfinden will. Die in Hamburg aufgewachsene Kampmann ist bekannt für ihre Lyrik und Prosa. Außerdem arbeitet sie freiberuflich beim Radio. Am Donnerstag, dem 15. März 2018 um 21 Uhr ist sie bei der Langen Leipziger Lesenacht in der Moritzbastei dabei.

Esther Kinsky mit »Hain. Geländeroman« (Suhrkamp Verlag)

In Kinskys Roman ist die Ich-Erzählerin auf drei Reisen in Italien unterwegs. Nicht in typischen Touristengebieten, sondern in abgelegenen Landstrichen und Orten. Eine Reise ist allerdings anders: Sie spielt sich vor dem inneren Auge ab und führt sie zurück in ihre Vergangenheit. Die Jury beschreibt das Buch mit: »Stille, fast oberflächliche Beobachtungen, die ihre Tiefe ganz aus der Versenkung der Oberfläche gewinnen.« Kinsky wurde in Engelskirchen geboren und lebt heute in Berlin – am Donnerstag, dem 15. März 2018 liest sie um 19 Uhr im Mendelssohn-Haus/Gartenhaus Leipzig aus ihrem Roman.

Georg Klein mit »Miakro« (Rowohlt Verlag)

Tag für Tag arbeiten die Angestellten in einem funktionalen Gebäude an ihren Bürotischen – dicht nebeneinander. Am Ende des Arbeitstages fallen alle erschöpft in ihre Betten – nur Büroleiter Nettler bleibt wach. Ihn beschäftigt das perfektionierte Büroleben – und will aus diesem entfliehen. Die Jury spricht von einer »glänzenden Feier der Imagination«. Nach 2010 wäre es der zweite Leipziger Buchpreis für den Autor, der in Ostfriesland lebt. Am Freitag, dem 16. März 2018 um 18.30 Uhr liest Klein aus seinem Roman »Miakro« im Sächsischen Apothekenmuseum am Thomaskirchhof Leipzig.

Matthias Senkel mit »Dunkle Zahlen« (Matthes & Seitz Berlin)

1985. In Moskau findet die internationale Programmierer-Spartakiade statt. Programmierer tüfteln an der Zukunft der sowjetischen Computer- und Rechentechnik. Aber auf einmal ist die kubanische Nationalmannschaft verschwunden – spurlos. Die Jury spricht von einem »wilden Ritt durch die Welt der Programmierer«, der »auch die russische Geschichte fantastisch aufwirbelt«. Senkel ist in Greiz geboren und wirkt heute in Leipzig. Er ist auf der Langen Leipziger Lesenacht am Donnerstag, dem 15. März 2018 um 21 Uhr in der Moritzbastei dabei und liest auch am Freitag, dem 16. März 2018 um 19 Uhr am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aus seinem Buch.

Beitragsbild: © Leipziger Buchmesse


Die Veranstaltung: Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse, Glashalle Leipziger Messe, 15.3.2018, 16 Uhr

Die Bücher:

  • Isabel Fargo Cole: Die grüne Grenze. Edition Nautilus, Hamburg 2017, 496 Seiten, 26 Euro, E-Book 19,99 Euro
  • Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen. Carl Hanser, München 2018, 352 Seiten, 23 Euro, E-Book 16,99 Euro
  • Esther Kinsky: Hain. Geländeroman. Suhrkamp, Berlin 2018, 287 Seiten, 24 Euro, E-Book 20,99 Euro
  • Georg Klein: Miakro. Rowohlt, Reinbek 2018, 336 Seiten, 24 Euro, E-Book 19,99 Euro
  • Matthias Senkel: Dunkle Zeiten. Matthes & Seitz, Berlin 2018, 488 Seiten, 24 Euro, E-Book 19,99 Euro

 

 

Der Rezensent: Marvin Kalies

 


 

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