25 Jahre Leipzig liest: 2005

In dieser Serie werfen wir jeden Tag bis zur Eröffnung der Buchmesse 2016 Schlaglichter auf 25 Jahre Leipzig liest.

Ein neuer Rekord: Insgesamt 108.000 Besucher verzeichnet die Buchmesse 2005. Der Werbespruch »Vielseitig, nicht einseitig« scheint erfolgreich. Über 2.100 Aussteller aus 31 Ländern füllen die Messehallen 2 bis 5.

Friedrich Schillers Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 200. Mal, deswegen ruft die Buchmesse das Motto »Leipzig liest Schiller« aus. Es gibt unzählige Veranstaltungen dazu, unter anderem »Schiller unplugged – Ein Vormittag von mit bei Schiller«, wovon unser Foto die öffentliche Probe des Schauspiels Leipzig mit Marco Albrecht und Jana Horst zeigt.

Passend zum Schiller-Rundumschlag gewinnt Rüdiger Safranski den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie »Sachbuch und Essayistik« für »Friedrich Schiller: oder Die Erfindung des deutschen Idealismus«. Dieser Preis wird 2005 zum ersten Mal verliehen. Er ist der offizielle Nachfolger des gescheiterten Deutschen Bücherpreises. Der Börsenverein hatte sich von der Vergabe zurückgezogen, um in Frankfurt künftig den Deutschen Buchpreis zu verleihen. Das Leipziger Bücherpreis-Modell war in die Kritik geraten, nicht nur wegen der undurchsichtigen Vorauswahl der Autoren, sondern auch wegen der wenig erfolgreichen Fernsehshow im MDR mit »ihrer unfreiwilligen Komik und hölzernen Dramaturgie«, schreibt der »Spiegel«.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.