25 Jahre Leipzig liest: 1999

In dieser Serie werfen wir jeden Tag bis zur Eröffnung der Buchmesse 2016 Schlaglichter auf 25 Jahre Leipzig liest.

Erstmals zählt die Buchmesse mehr als 50.000 Besucher, und die neue Abteilung buch + art bringt die Kunst stärker in den Fokus der Messe. Eine Performance namens »wort fall« mit Ballen aus Knüllpapier soll den Gedankenstrom der Literatur verdeutlichen, ist aber gleichzeitig eine große Freude für die jüngeren Messebesucher.

Die Sorge der ostdeutschen Verlage über Verkaufszahlen wird etwas gedämpft, da der Berliner Aufbau-Verlag erstmals seit der Wende wieder schwarze Zahlen schreibt. Überhaupt kreisen 1999 viele Diskussionen um den Untergang der DDR vor 10 Jahren und die Frage, ob die Ostliteratur überlebt hat. Autoren wie Erich Loest und Günter Grass setzen sich mit der Vergangenheit auseinander. Eric Hobsbawn erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Das Foto zeigt eine Veranstaltung der Serie Jüdische Lebenswelten mit George Lord Weidenfeld und Theo Schäfer. Die Reihe gehört von Anfang an zu Leipzig liest und wird von Bertelsmann ausgerichtet.

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