10 Jahre Sebastian Fitzek auf der Leipziger Buchmesse

Die Fitzek-Box ist da!

In der Halle 3 am Stand der Verlagsgruppe Droemer Knaur bildeten sich am Messesonntag zwei lange Schlangen: Die eine führte zu einer begehbaren Fitzek-Box, die andere zu Sebastian Fitzek selbst, der fleißig Autogramme gab und für Selfies posierte. Den Anlass bildete die Präsentation der Fitzek-Box, die zum 10-jährigen Jubiläum des Autors mit seinen zehn erfolgreichsten Büchern erschienen ist. Für knapp 100 Euro konnte man sie auf der Messe erwerben, natürlich mit Autogramm des Meisters.

Für eingefleischte Fitzek-Fans hatte der Verlag extra für die Jubiläumspräsentation eine riesige Fitzek-Box in Lebensgröße entworfen. Im Inneren begrüßte der Psychologe Dr. Viktor Larenz die Besucher, eine Figur aus Fitzeks Buch »Der Seelenbrecher«, und gab dem Türsteher Anweisung, die Tür zu verriegeln. An den Wänden hingen Bilder von Fitzek und eine große Leinwand. Außerdem bekamen die Fans einen Einblick in Fitzeks originalgetreu nachgebautes Arbeitszimmer, das wider Erwarten aufgeräumt und vollkommen gewöhnlich wirkte.

Mit gespielt dramatischer Stimme erzählte Dr. Larenz, Fitzek sei in Behandlung und dürfte nur auf Genehmigung und unter strengsten Sicherheitsbestimmungen die Anstalt verlassen und an der Buchmesse teilnehmen. Zum Schluss lief ein Trailer, der Fitzeks für Oktober dieses Jahres angekündigtes Buch »Das Paket« präsentierte. Darin wird es um eine Frau gehen, die Opfer eines Gewaltverbrechens wird und danach eine grenzenlose Paranoia entwickelt. Als sie unerwartet ein Paket für einem Nachbarn entgegennimmt, beginnt das Grauen. Damit verabschiedete sich Dr. Viktor Larenz.

Sebastian Fitzek (l.) mit dem Leipzig-lauscht-Redakteur Franz Wonnay. © Franz Wonnay
Sebastian Fitzek (l.) mit dem Leipzig-lauscht-Redakteur Franz Wonnay. © Franz Wonnay

Nachdem die Veranstaltung »Deutschcrime« im Internationalen Forum abgesagt worden war, erklärte sich Fitzek kurzerhand dazu bereit, Fragen zu beantworten. Er erzählte, dass er unbewusst mit dem Schreiben anfing. Nachdem er Jura studiert hatte, arbeitete er für das Radio. Dankbar sei er für die Unterstützung seiner Eltern, die – obwohl sie sehr konservativ leben – immer an seine Ziele glaubten. Sei er einmal nicht sonderlich zum Schreiben inspiriert, lese er Bücher, wie zurzeit »Knockemstiff« von Donald Ray Pollock, schaue »The Walking Dead« oder treffe einfach Freunde und Bekannte. Auf die Frage, ob er schon einmal seine eigenen Bücher in der Buchhandlung auf andere Bücher gelegt habe, damit sie besser auffallen, schmunzelte Fitzek: »Das hat jeder Jungautor schon mal gemacht. Jetzt mache ich das natürlich nicht mehr, aber Freunde und Bekannte verteilen meine Bücher immer noch und schicken mir sogar Fotos davon«, verriet er.

Fitzek, der zu Beginn seiner Karriere Lesungen vor gerade einmal fünf Leuten hielt, bewies – heute ganz der Bestseller-Profi – lächelnd Geduld beim Signieren und gewährte Einblicke in seine private Seite. Dieser Mann, der mit seinen Büchern für Schockzustände sorgt, kommt im wirklichen Leben so ganz normal und offen daher. So zeigte sich wieder einmal, dass Fitzek nicht nur ein Meister des Thrillers ist, sondern auch ein großartiger Entertainer.


Die Veranstaltung: 10 Jahre Sebastian Fitzek, Halle 3, 20.3.2016, 15 Uhr

Das Buch: Sebastian Fitzek: Fitzek-Box. Mit Die Therapie, Amokspiel, Das Kind, Splitter, Der Seelenbrecher, Der Augensammler, Der Augenjäger, Abgeschnitten, Der Nachtwandler und Passagier 23. Jedes Taschenbuch im separaten Schuber. Knaur, München 2016, 98 Euro


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Der Rezensent: Franz Wonnay

 


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