Wir sind da! Folge 3

Im dritten Teil unserer kleinen Serie in eigener Sache stellen wir euch heute eine weitere Mittäterin unserer Redaktion vor.

 

Name: Lili Helmbold

 

Welches ist momentan dein Lieblingsbuch und warum?
Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Liebesgefühle hege ich zu Brigitte Reimanns »Franziska Linkerhand« aufgrund der sprachlichen Schönheit und strukturellen Raffinesse. Christa Wolfs »Kein Ort. Nirgends« finde ich nicht nur ästhetisch ungeschlagen, sondern schätze auch den intelligenten Ausbau der Figuration von Kleist und Günderrode. »Roman mit Kokain« von M. Agejew bzw. Mark Levi ist wahrscheinlich eines der traurigsten und schönsten Bücher, das ich je gelesen habe, das einen in der Schleife des Protagonisten mit nach unten zieht auf den Boden der miesen Realität.

Welches Buch wolltest oder konntest du nie ganz zu Ende lesen? Woran hat es gelegen?
James Joyce’ »Ulysses«uff, dazu bräuchte ich mal ein paar Monate Zeit ohne Lohnarbeit und Studium, um mich dem wirklich widmen zu können.

Was liest du als nächstes?
Als nächstes kommt wohl Jack Kerouac und William S. Burroughs. Von der britisch-amerikanischen Journalistin Jessica Mitford steht auch noch »A Fine Old Conflict« über ihre Zeit in der Kommunistischen Partei auf dem Plan.

Wonach sucht man in deinem Bücherregal vergeblich?
Einiges wird man bei mir nicht finden, kosten Bücher ja auch Geld. Was wohl auffallend fehlt, ist Karl May – grundlos – und Gottfried Benn – wegen seiner Affinität zum Faschismus.

Klar, grundsätzlich gilt: Never judge a book by its cover. Dürfen wir trotzdem einen Blick auf dein Bücherregal werfen?

So sieht es bei Lili im Buchregal aus. © Lili Helmbold
So sieht es bei Lili im Buchregal aus. © Lili Helmbold

Beitragsbild © Juliane Seifert

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