Was man in Connewitz über die Buchmesse und das Lesen allgemein denkt

An einem Sonntag, an dem der Frühling hoffnungsvoll in der Luft und an den Temperaturen zu spüren war, spazierte ich durch Leipzig. Dabei hatte ich die Aufgabe, Menschen zum Thema Buchmesse oder ihren Lieblingsorten zum Sich-in-Bücher-Vergraben zu interviewen. Als Zugezogene fand ich es besonders spannend, herauszufinden wie hier, in »meinem Kiez Connewitz«, jene Fragen beantworten würden. Dafür unterhielt ich mich mit einem netten, jungen Mann, dessen Name allerdings anonym bleiben soll.

Bald ist ja die Buchmesse in Leipzig. Wie sind deine Erfahrungen mit der LBM, falls du sie schon einmal besucht hast?
Ich besuchte die Buchmesse als ich noch ein Kind war, mit 7 Jahren ungefähr, seitdem aber nicht mehr. Wenn ich sonst etwas darüber erfahre, dann eher von Freunden, die sie besuchen und von ihren Wahrnehmungen und Erlebnissen erzählen.

Was erfährst du dann?
Also zum einen, dass sie überhaupt zu den jeweiligen Terminen stattfindet und zum anderen, dass es eine extra Comic- und Manga-Sparte gibt, zu der einige meiner Freunde fahren und sich dann teilweise entsprechend in die Richtung Cosplay kleiden.
Außerdem habe ich einiges über die Ausschreitungen an dem Stand des Antaios Verlag von Götz Kubitschek mitbekommen, dessen politischen Ansichten ich sehr verurteile.

Gut, dass du das erwähnst. Planst du dieses Jahr auf die Buchmesse zu gehen? Sie findet wieder Ende März vom 21.–24. statt.
Ich denke nicht.

Was sind die Gründe dafür? Ist es dir zu groß, zu teuer, zu überfüllt oder interessieren dich Bücher generell nicht genug, um dafür eine Messe zu besuchen?
Es ist mir eher zu groß. Und da es andere Mittel und Wege gibt, von Neuerscheinungen zu erfahren oder bei Lesungen zuzuhören, bevorzuge ich lieber diese, als ein überfülltes Messegelände.

Das ist ein guter Punkt! Was sind deine alternativen Mittel und Wege zur Informationsgewinnung?
Zum Beispiel die Webseite des Deutschlandfunk Kultur. Sie hat zahlreiche, sehr gute Rezensionen und stellt auch viel aktuelle Literatur vor. Dann informiere ich mich zusätzlich in Büchereien und auch in Online Shops – die klassische Methode also.

Nach welchen Genres suchst du dann am ehesten oder welche Gattungen interessieren dich am meisten? Würdest du vielleicht den Leser*innen des Blogs in diesen Sparten Empfehlungen geben können?
Ich bevorzuge Science-Fiction, Fantasy und Sachliteratur.
Momentan lese ich »The Lost City of the Monkey God« von Douglas Preston. Da geht es um eine Expedition im südamerikanischen Regenwald, in dem eine verborgene Stadt gefunden wird. Und meine liebste Fantasy Reihe ist wahrscheinlich »Der Herr der Ringe« von Tolkien. Abschließend als Sachbuch ist mir gerade noch »Thinking, fast and slow« von Daniel Kahneman eingefallen.

Vielen Dank dafür! Und als letzte Frage: Wir stellen auf dem Blog, auf welchem auch unser Gespräch zu lesen sein wird, unterschiedliche Leseorte vor. Lokationen, in denen im März Veranstaltungen stattfinden werden also porträtiert. Was ist dein privater Leseort und was muss er für Eigenschaften haben?
Mein liebster Leseort ist wahrscheinlich das Bett oder das Sofa. Wichtige Merkmale sind außerdem gutes Licht, das gleichzeitig gemütlich ist. Der Ort sollte bequem sein, aber nicht zu sehr, damit man nicht einschläft.

Das stimmt! Meiner würde sicherlich ähnlich aussehen. Ich bedanke mich für das Gespräch. Und vielleicht habe ich dein Interesse geweckt und wir sehen uns doch auf der Buchmesse!

Beitragsbild: Mein Gesprächspartner in Leipzig Connewitz © Mirjam Zeise


Rezensentin:

 

 

Mirjam Zeise

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