Die Leichtigkeit im Staat der Posttraumata

Bei Jüdische Lebenswelten im Ariowitsch-Haus ist Assaf Gavron zu Gast, der das scheinbar Unmögliche möglich macht und mit Leichtigkeit israelische Geschichte erzählt. Assaf Gavron sieht nicht wie ein Rockstar oder ein Fußballer aus. Und doch ist es das Erste, was das Publikum im Ariowitsch-Haus über den unscheinbaren Mann erfährt: Er ist Sänger einer Rockband und… Weiterlesen Die Leichtigkeit im Staat der Posttraumata

Ein Ordnungssystem wird auf den Kopf gestellt

Mona Kasten liest im behaglichen Schille Theaterhaus in Leipzig aus ihrem Roman »Save me« als dem ersten Teil ihrer neuen Trilogie. Das Schille Theaterhaus, in welchem Mona Kasten aus ihrem neuen Werk »Save me« vorlesen wird, ist von außen ein unscheinbares Gebäude – es liegt versteckt in zweiter Reihe, die Fassade wirkt verfallen und die… Weiterlesen Ein Ordnungssystem wird auf den Kopf gestellt

Die andere Seite des Regenbogens

Tanja Rast und Dahlia von Dohlenburg präsentieren Geschichten über homosexuelle Liebe mit Fantasy-Elementen. Die meisten Stühle auf dem grünen Plastikgras des »Read & Meet«-Areals sind unbesetzt, als Dahlia von Dohlenburg und Tanja Rast sich vor ihrer Lesung fotografieren lassen. Doch etwas fehlt noch. »Sian muss auch mit drauf!«, erklärt Rast und hebt ihr Tablet hoch.… Weiterlesen Die andere Seite des Regenbogens

»Sexy Bibliothekare sind die neuen Rockstars«

Laura Kneidl liest in der Buchhandlung Lehmanns aus ihrem Roman »Verliere mich. Nicht.«. Während die letzten Kunden ihren Weg aus der Buchhandlung finden, sind die ersten Stuhlreihen, die für die Lesung bereitstehen, schon besetzt. Das Publikum besteht überwiegend aus jungen Frauen Anfang zwanzig, was wohl dem New-Adult-Genre des Romans geschuldet ist. Bei gedimmtem Licht und… Weiterlesen »Sexy Bibliothekare sind die neuen Rockstars«

Zu Gast: Kleine Worte, große Bedeutung

Einmal mehr möchten wir einen Gastbeitrag präsentieren, diesmal von der Buchbloggerin Sandra von pigletandherbooks.de. Sie hat bereits im Dezember eine Lesung für uns besucht und will nun ihre Eindrücke wiedergeben. Wie sie um den Finger gewickelt wurde und warum es sich lohnt, Lesungen zu besuchen, ohne das Buch vorher zu kennen, erfahren wir hier. Ich… Weiterlesen Zu Gast: Kleine Worte, große Bedeutung

Hart aber zärtlich

Frau Kopf liest mit Katze, Kriesel, Chesterfields, Rhabarberschnaps und Wein in der Ratstonne der Moritzbastei aus ihrem zweiten Buch »Brachialromantik«. Die Ratstonne ist klein und kalt, spärlich bestuhlt und schummrig beleuchtet. Hier ist also die Lesung der leider eher unbekannten Frau Kopf, zwischen »Bio-Fasching« und »WGT-Preopening-Party«, zwei Wochen später als ursprünglich angesetzt. Die Tür geht… Weiterlesen Hart aber zärtlich

»Ich glaube die nächste halbe Stunde wird ziemlich heiß!«

Eine Lesung über Frauen, Männer und die nackte Wahrheit über Sex. Es ist ein ungewöhnlicher Auftritt, den der Autor Max König wählt. Er betritt eine der Lesekabinen auf der Leipziger Buchmesse mit einer tiefschwarzen Sonnenbrille, hinter der die Augen nicht sichtbar sind. Viel auffälliger als die Brille ist aber der künstliche Schnurrbart, den er sich… Weiterlesen »Ich glaube die nächste halbe Stunde wird ziemlich heiß!«

Coitus philosophicus

Matthias Gronemeyer liest aus »vögeln – eine Philosophie vom Sex«. Es gibt definitiv glamourösere Orte auf der Buchmesse als die Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Hinter dem sperrigen Namen verbergen sich Lesungen von Autoren, die ihre Werke nicht bei einem Verlag, sondern auf eigene Faust veröffentlichen. Eingezwängt zwischen minimal kleinen Ständen, die BDSM-Romane, persönliche Lebensgeschichten und esoterische… Weiterlesen Coitus philosophicus

Es hat nicht gefunkt

Rezension zu Marah Woolfs »Götterfunke. Liebe mich nicht«. Leere, Stille, Einsamkeit, wenn man am Freitagmittag die Bibliothek in Leipzig-Wiederitzsch betrat. Ein Blick in den gähnend leeren Raum genügte, um festzustellen, dass Marah Woolfs Lesung ausfiel. Die kleine Fangemeinde mit der großen Begeisterung für Woolfs ersten Band der Trilogie »Götterfunke. Liebe mich nicht« verließ den Ort… Weiterlesen Es hat nicht gefunkt

Überall Weiber im Kleider für Weiber

Zwischen bunten Ballkleidern liest Doris Knecht aus ihrem neuen Roman. Ein bisschen versteckt in einer Seitenstraße in der Leipziger Innenstadt befindet sich das Abendmodengeschäft »Kleider für Weiber« am Eingang einer Passage. Es ist so voll, dass gut zwei Dutzend Gäste stehen müssen, aber das macht niemandem etwas aus. Auch nicht das trockene Husten der leicht… Weiterlesen Überall Weiber im Kleider für Weiber