Roadtrip durchs Weltall

Kai Meyer liest auf der Fantasyinsel der Buchmesse aus seinem neuesten Buch »Die Krone der Sterne«.

© Fischer TOR
© Fischer TOR

»Es ist kein typischer Science-Fiction Roman, vor dem, wie ich weiß, viele Bammel haben.« Mit diesen Worten nimmt Kai Meyer, einer der bekanntesten Autoren Deutschlands, seinem Publikum die Angst vor seinem neuen Weltraumabenteuerroman. Über fünfzig Bücher hat Meyer in den letzten zwanzig Jahren schon veröffentlicht. Sein neuestes Buch sei kein hochtechnitisierter Roman, sondern auch für Einsteiger in das Science-Fiction-Genre gut zu verstehen. Durch die detailreichen Beschreibungen, zum Beispiel der verschiedenen Raumschifftypen, kann man der Geschichte gut folgen. In »Die Krone der Sterne« spielt vor allem die junge Iniza, Tochter eines Barons, eine große Rolle. Auf dem Weg zur Gottkaiserin, die sie verheiraten soll, bildet sich eine sehr skurrile Gruppe unterschiedlichster Charaktere. Sie alle versuchen Iniza vor ihrem Schicksal zu retten und geraten dabei in viele sehr temporeiche und actiongeladene Schlachten.

Gewagt hat sich Meyer anfänglich an dieses Projekt, da er »als Kind mit solchen Geschichten aufgewachsen ist«. Gemeint sind Bücher wie Star Wars, an welches »Die Krone der Sterne« schon allein aufgrund der Weltraumthematik stark erinnert. Doch wie bei seinen meisten anderen Projekten seien es dann doch die Charaktere, die ihm am meisten Spaß gemacht hätten, merkt Meyer an. Und das wird beim Lesen auch schnell erkenntlich. Die Charaktere sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und so realistisch beschrieben, dass man einfach mit ihnen mitfiebern muss.

Während der Lesung stellt Meyer das erste Kapitel seines Romans vor. Mit seiner ruhigen, tiefen Stimme schafft er es, selbst auf der hektischen und vom Treiben der restlichen Buchmessebesucher umgebenen Lesebühne, eine kleine Insel, abgeschottet von allem Trubel rundherum, zu erzeugen. Er nimmt die Zuhörer direkt mit ins Weltall. »Am Anfang klingt es so, als müsste man sich wahnsinnig viele Namen merken«, gesteht Meyer, nachdem er einen kurzen Einblick in sein Buch gegeben hat. Das Problem mit den wirklich sehr komplizierten Namen löst sich aber schnell, da man während des Lesens vollkommen in die Geschichte eintauchen kann, sodass einem die Protagonisten wie gute Freunde vorkommen, die man schon ewig kennt.

Von »Die Krone der Sterne« sei Kai Meyer so überzeugt, dass es keinen Tag gegeben habe, an dem er an der Erzählung gezweifelt habe. Und das hat er bei dieser überzeugenden, packenden Handlung auch überhaupt nicht nötig.

Beitragsbild: Kai Meyer auf der Fantasy Leseinsel © Elisabeth Kästel


Die Veranstaltung: Kai Meyer liest aus Die Krone der Sterne, Leseinsel Fantasy Buchmesse Leipzig, 24.3.2017, 12 Uhr

Das Buch: Kai Meyer: Die Krone der Sterne. FISCHER Tor, Frankfurt am Main 2017, 460 Seiten, 14,99 Euro, E-Book 12,99 Euro


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Die Rezensentin: Elisabeth Kästel

 


 

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