»Ich glaube die nächste halbe Stunde wird ziemlich heiß!«

Eine Lesung über Frauen, Männer und die nackte Wahrheit über Sex. Es ist ein ungewöhnlicher Auftritt, den der Autor Max König wählt. Er betritt eine der Lesekabinen auf der Leipziger Buchmesse mit einer tiefschwarzen Sonnenbrille, hinter der die Augen nicht sichtbar sind. Viel auffälliger als die Brille ist aber der künstliche Schnurrbart, den er sich… Read More »Ich glaube die nächste halbe Stunde wird ziemlich heiß!«

Coitus philosophicus

Matthias Gronemeyer liest aus »vögeln – eine Philosophie vom Sex«. Es gibt definitiv glamourösere Orte auf der Buchmesse als die Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation. Hinter dem sperrigen Namen verbergen sich Lesungen von Autoren, die ihre Werke nicht bei einem Verlag, sondern auf eigene Faust veröffentlichen. Eingezwängt zwischen minimal kleinen Ständen, die BDSM-Romane, persönliche Lebensgeschichten und esoterische… Read More Coitus philosophicus

Es hat nicht gefunkt

Rezension zu Marah Woolfs »Götterfunke. Liebe mich nicht«. Leere, Stille, Einsamkeit, wenn man am Freitagmittag die Bibliothek in Leipzig-Wiederitzsch betrat. Ein Blick in den gähnend leeren Raum genügte, um festzustellen, dass Marah Woolfs Lesung ausfiel. Die kleine Fangemeinde mit der großen Begeisterung für Woolfs ersten Band der Trilogie »Götterfunke. Liebe mich nicht« verließ den Ort… Read More Es hat nicht gefunkt

Überall Weiber im Kleider für Weiber

Zwischen bunten Ballkleidern liest Doris Knecht aus ihrem neuen Roman. Ein bisschen versteckt in einer Seitenstraße in der Leipziger Innenstadt befindet sich das Abendmodengeschäft »Kleider für Weiber« am Eingang einer Passage. Es ist so voll, dass gut zwei Dutzend Gäste stehen müssen, aber das macht niemandem etwas aus. Auch nicht das trockene Husten der leicht… Read More Überall Weiber im Kleider für Weiber

Die verhängnisvolle Stehlampe

Katja Cassing und Jürgen Stalph lesen aus ihrer Übersetzung »Der Schlüssel« von Junichiro Tanizaki und lassen das Publikum spüren, was Sorgfalt bedeutet. Für wahre Grausamkeiten braucht es keinen riesigen Waffen-Vorrat. Ein Bündnis aus zwei Tagebüchern, einem Schlüssel, einer Stehlampe und einem Paar Perlenohrringen genügt, um infernalische Raffinesse herrschen zu lassen. Ein 54-jähriger Professor wird der… Read More Die verhängnisvolle Stehlampe

»Das Haus braucht nichts außer uns!«

Markus Günther liest aus seinem Prosa-Debüt »Weiß«. Wie haben Sie Ihre Wohnung einrichtet? Wie viele Gegenstände und Möbelstücke stehen in ihr? Welche Farbe haben Ihre Wände? Und was sagt das alles über Ihre Person aus? Mit diesen Fragen konfrontierte Markus Günther sein Publikum, als er sein neuestes Werk präsentierte. Mit dem Roman »Weiß« hat der… Read More »Das Haus braucht nichts außer uns!«

Mutterliebe reloaded

Anke Stelling liest aus »Fürsorge« im Rahmen der Langen Leipziger Lesenacht. »Und wo wohnst Du jetzt?«, fragt der gestresste Moderator Anke Stelling zwei Minuten vor dem Beginn des dritten Blocks der Langen Leipziger Lesenacht L3. Stelling beantwortet die hektischen Fragen des Moderators mit freundlicher Engelsgeduld und nimmt anschließend neben ihren Mitstreiterinnen auf der Bühne Platz;… Read More Mutterliebe reloaded

And Again

Mona Kasten liest aus ihrem neusten Roman »Trust again«. Schon eine halbe Stunde vor Einlass stehen die Zuhörer der jungen Autorin Mona Kasten Schlange vor der Thalia Buchhandlung der Südvorstadt. Viele sind langjährige Fans der ehemaligen YouTuberin, andere schauen aus Neugier vorbei. Als sich die Türen um 19 Uhr öffnen, strömt das größtenteils junge, weibliche… Read More And Again

Liebe zwischen »Verschwinde für zehn Minuten aus meinem Leben« und »Jetzt, Liebster, komm zurück und liebe mich«

Eine Lesung von Artemis Chalkidou aus Dorit Rabinyans Buch »Wir sehen uns am Meer« zur Leipziger Buchmesse. Wir befinden uns auf dem Leipziger Messegelände am Stand der Botschaft des Staates Israel – und es sind nur noch Stehplätze vorhanden. Der Grund hierfür ist die Vorstellung von Dorit Rabinyans Buch »Wir sehen uns am Meer«. Leider… Read More Liebe zwischen »Verschwinde für zehn Minuten aus meinem Leben« und »Jetzt, Liebster, komm zurück und liebe mich«