Leseorte: Landgericht Leipzig

Never say anything.

Für den »KrimiClub« könnte die Kulisse nicht passender sein. Die holzvertäfelten Wände, die Kassettendecke mit Oberlicht, der Balkon mit hölzerner Brüstung, über der Eingangstür – das Ambiente ist wie geschaffen für Geschichten über Korruption, Drogenhandel, Erpressung, Entführung, Mord und Totschlag. Wo im realen Justizalltag unter anderem der Verfassungsgerichtshof Sachsen seine Verhandlungen abhält, geht es bei »Leipzig liest« um fiktive Verbrechen. Nachdem im vergangenen Jahr hier der dänische Star-Autor Jussi Adler-Olsen seinen Auftritt hatte, wartet auch das aktuelle Programm mit einheimischen und internationalen Krimi-Größen auf.

Zum Auftakt am Donnerstagabend liest Friedrich Ani aus »Der einsame Engel«, dem zwanzigsten und vorerst letzten Kriminalroman mit Kommissar Tabor Süden. Gespannt dürfen wir auch auf den Polit-Thriller »Never Say Anything« des Nahostexperten Michael Lüders sein, der durch seinen Sachbuch-Bestseller »Wer den Wind sät« viel Aufmerksamkeit erhielt. Der israelische Autor Dror Mishani stellt mit »Die Möglichkeit eines Verbrechens« den zweiten Fall seines Inspektors Avi Avraham vor, und Petra Hammesfahr liest aus »Fremdes Leben«. Darin erzählt sie die Geschichte einer Frau, die zwei Jahre lang im Koma gelegen haben soll und sich zunächst an nichts erinnern kann. Erst als das Bild eines kleinen Jungen, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, in ihrem Kopf auftaucht, keimt ein entsetzlicher Verdacht auf … Aber mehr sei nicht verraten. Denn Krimi-Fans können eine Menge vertragen, nur beim Spoilern verstehen sie bekanntlich keinen Spaß.


Die Adresse:
Landgericht Leipzig
Harkortstr. 9
www.justiz.sachsen.de


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Daniela Göckeritz
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

 


Dieser Text erscheint mit freundlicher Unterstützung der 2016er Ausgabe des :logbuch, der Buchmesse-Beilage des kreuzer.


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