Fünf Fragen für: Julia Blume

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und Leiterin des Instituts für Buchkunst.

 

Welches Buch haben Sie bis heute nicht zu Ende gelesen?

Da denke ich sofort an »Ulysses« von James Joyce. Ich habe es vor langer Zeit in einer schönen Ausgabe von einer wichtigen Freundin geschenkt bekommen und bin trotzdem nie bis zur Mitte des Buches vorgedrungen.

Wo und wann lesen Sie am liebsten?

Lesen ist für mich nicht wirklich an einen Lieblingsort gebunden. Ich lese gern zu Hause auf der Couch und kann dann unter Umständen für Stunden in einer anderen Welt versinken, aber auch im Zug oder im Sommer auf einer Wiese habe ich gern ein Buch dabei. Andererseits ist das Lesen auch Teil meines Berufes, sodass es sich zu allen Tageszeiten abspielt.

Welches Buch aus Ihrer Kindheit ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Sehr gern mochte ich »Ladislaus und Annabella« von James Krüss und auch »Kater Schnurr mit den blauen Augen« von Josef Kolár. Und dann war ich eine leidenschaftliche Märchenleserin. Natürlich liebte ich die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, die für mich ganz eng mit den Bildern von Werner Klemke verbunden sind, aber auch die internationalen Märchen aus dem Artia Verlag. Für die japanischen Märchen habe ich mein erstes Taschengeld ausgegeben.

Welches Buch würden Sie an gute Freunde verschenken?

Eine gute Freundin ist eine ausgesprochene Vogelfreundin. Ihr schenkte ich erst kürzlich »Ornithomania: Geschichte einer besonderen Leidenschaft« von Bernd Brunner.

Lothar Müller schreibt in »Weiße Magie« eine Kulturgeschichte des Papiers, die ich allen Menschen, die mit Büchern zu tun haben, ans Herz legen möchte. Und dann ist da dieses Buch, das mich so tief und nun schon seit Jahrzehnten nachhaltig berührt hat, dass ich diese Erfahrung mit guten Freunden teilen möchte: »Hundert Jahre Einsamkeit« von Gabriel García Márquez.

Wo kann man Ihnen während der Buchmesse über den Weg laufen?

Ich werde auf der Buchmesse hin und wieder am Stand der Hochschule für Grafik und Buchkunst sein, wo auch Bücher des Instituts für Buchkunst angeboten werden. Am Messesamstag findet in der HGB mit »It’s a Book« der Marktplatz der Independent-Verlage statt. Dort werde ich mich ganz bestimmt aufhalten.

 

Foto: Julia Blume. © Privat

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