Eine trubelige Buchmesse

Zwischen Klassikern und Neuerscheinungen in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, erzählt uns Frau Müller von georgischen Neuentdeckungen, zu vielen Menschen und erinnerungswürdigen Lesungen.

Leipzig lauscht: Was war Ihr Highlight der letzten Leipziger Buchmesse?
Frau Müller: (lacht) Auf der Buchmesse war ich letztes Jahr nicht.
Leipzig lauscht: Warum nicht? Keine Zeit oder kein Interesse?
Frau Müller: Da sind mir einfach zu viele Menschen Mir ist es dort tatsächlich zu trubelig. Ich lese lieber mein Buch in aller Ruhe zu Hause.
Leipzig lauscht: Aber einzelne Lesungen im Rahmen der Buchmesse haben Sie schon besucht?
Frau Müller: Ja, klar. Bei Lesungen war ich schon häufiger, aber auch das ist leider oftmals mit zu vielen Menschen verbunden, sodass es mir persönlich dort nicht so viel Spaß macht.
Leipzig lauscht: Gab es darunter eine Lesung, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Frau Müller: In den letzten Jahren, waren meist die Lesungen, wo man auch mal Geld bezahlen musst, immer am schönsten. Besonders gern erinnere ich mich an die Lesung von Hertha Müller im Schauspielhaus zurück. Das war wirklich ein persönliches Highlight.
Leipzig lauscht: Warum war besonders diese Lesung für Sie ein Höhepunkt?
Frau Müller: Ich mag ihre Bücher einfach und war sehr gespannt, wie sie als Person ist. Es war wirklich toll, dass sie mal nach Leipzig gekommen ist und man sie im Rahmen der Buchmesse erleben konnte.

Gerade gekauft – »Irgendwo in diesem Dunkel« von Natascha Wodin«

Leipzig lauscht: Wo würden Sie allgemein ihren Büchergeschmack einordnen? Gibt es da noch andere Autoren, die Ihnen besonders am Herzen liegen?
Frau Müller: Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach Neuentdeckungen, was natürlich auch mit Enttäuschungen verbunden ist. Was ich aber in letzter Zeit sehr mochte, war die georgische Autorin Haratischwili. Auch letztes Jahr Georgien als Partnerland der Buchmesse fand ich richtig toll, da kann man auf jeden Fall noch vieles entdecken.

Die Connewitzer Verlagsbuchhandlung findet ihr in der Innenstadt in Specks Hof. Dort kann man auf zwei Etagen alles finden, was das Leserherz begehrt.
Vielen Dank an den Inhaber Peter Hinke.

Beitragsbilder © Laura Krugenberg


Interviewer*innen:

 

 

Laura Krugenberg &

Olivia Helmholz-Vero

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