»Dragons? Why not«

Brandon Sanderson sorgt für Unterhaltung auf der Leipziger Buchmesse.

Allomanten, Nebelgeborene und eine Welt, die droht unterzugehen. Das ist die Welt, in der sich einst die Helden der ersten »Nebelgeborenen«-Trilogie bewegten. Eine Welt, genannt Scadrial, in welcher Allomanten Menschen waren, die ihre geistigen und physischen Fähigkeiten stärken konnten, indem sie Metalle mittels Magie verbrannten. Vin, Kelsier und Elant zählten zu ihnen. Sie kämpften und starben und wurden zur Legende. 300 Jahre später ist die Welt nicht mehr die Gleiche. Wax und Wayne sind die neuen Helden. Sie müssen sich in der Stadt Elandel Gefahren stellen und Verschwörungen aufdecken. Anstatt Schwertern nutzen sie Schusswaffen und tragen Hüte, was schon beinahe einem Western gleicht. Ihre Geschichte beginnt in »Jäger der Macht« und wird im nun neu erschienenen »Schatten über Elantel« fortgeführt.

Der amerikanische Fantasy-Autor Brandon Sanderson entführt uns erneut in die einzigartige magische Welt von Scadrial. Im fünften Band der »Nebelgeborenen«-Reihe können wir das Schicksal von Wax und Wayne weiter verfolgen.

Autor Brandon Sanderson © Privat
Autor Brandon Sanderson © Privat

Dieses Jahr ist Sanderson selbst auf der Buchmesse anwesend, aufregend für alle seine Fans. Die Bänke sind voll besetzt, selbst auf dem Boden füllen sich die freien Flecken und um die Leseinsel entsteht ein dichter Kreis von Zuschauern. Rund 30 Minuten haben die Zuhörer Zeit, Fragen an den Autor zu stellen, sei es eine auf einen Zettel gekritzelte vorher gut durchdachte Frage oder ein spontaner Gedanke, auf den man sich eine Antwort erhofft. Eigens zu diesem Zwecke steht ein Mikrofon bereit, an dem die Fans in langer Schlange anstehen. Aufgrund der knappen Zeit kommt aber nicht jeder dazu, seine Frage zu stellen.

Sandersons Antwort auf die Frage, warum er sich im Fantasy-Genre bewege, antwortet er gekonnt, dass mit Fantasy alles möglich sei und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wobei seine genauen Worte waren: »Anything you can imagine. Romance, action and plus… it can have dragons!«. Das Publikum lacht. Sanderson bleibt in guter Stimmung und beantwortet freudig jede gestellte Frage, sei es zu zukünftigen Projekten, Hintergründen zu seinen Büchern, Figurenentwicklung oder zu Hilfestellungen für junge Autoren. Er scheint auf jede Frage die richtige Antwort zu finden.

Er verschweigt nicht, dass es kein Spaziergang sei, Autor zu werden. Denn bevor überhaupt eines seiner Bücher veröffentlicht wurde, hatte er bereits 13 Bücher geschrieben. Ab dann folgte ein veröffentlichtes Buch dem anderen. Auch wenn er sich nur als mittelschneller Schreiber sieht, sind die Fans erstaunt, wie schnell er ein Buch gelungen beenden kann und zum nächsten übergeht. »My vacation from writing a book is writing a new book«, behauptet er.

Sanderson schafft es, die Zuhörer immer wieder durch seine Antworten zum Lachen zu bringen. Besonders erfreulich findet er das Aufkommen des Drachen-Themas. Denn wie er verrät, kämen sie bereits in seinen Büchern vor. Man müsse sie nur entdecken, weitere Spoiler gibt er nicht. Abschließend stellt er nochmal fest: »Dragons? Why not!«

Beitragsbild: Coverausschnitt © Piper Verlag


Die Veranstaltung: Brandon Sanderson liest aus Schatten über Elantel, Moderator: Christian Handel, 25.03.17, 14.30 Uhr

Das Buch: Brandon Sanderson: Schatten über Elantel. Piper, München 2017, 528 Seiten, 16,99 Euro, E-Book 14,99 Euro



 

 

Die Rezensentin: Nathalie Pieper

 


 

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